Mindset

Frieden in der Welt wird es erst dann geben, wenn wir Frieden in uns selbst finden

Ich bin auf dem Weg nach Hause. Wenn ich alleine fahre läuft meist ein Podcast oder Musik aus iTunes. Weil ich zu faul war mir irgend etwas raus zu suchen, höre ich gerade Radio. Genauer gesagt laufen die Nachrichten. Assad hat vor ein paar Tagen sein eigenes Volk mit Giftgas-Bomben angegriffen, worauf hin Trump Syrien bombardiert. In Stockholm rast ein Bus in eine Menschenmenge, die Rede ist auch hier von vielen Toten. Gewallt, Katastrophen, Kriege, Ungerechtigkeit. Mir wird übel, tiefe Traurigkeit überfällt mich. Ich schalte das Radio aus.

Es ist nun schon einige Jahre her, dass ich das letze Mal Nachrichten geschaut habe. Genau genommen läuft bei mir der Fernseher eh nur noch sehr selten. Irgendwann konnte ich es mir einfach nicht mehr anschauen. Dieses ganze Elend und Leid. Diese  Not in der Welt. Nicht eine gute Nachricht. Dazu sinnfreie Fernsehsendungen und Werbung für Grenzdebile. Hallo!? Was ist denn bloß los?

Wann ist es für uns normal geworden sich das jeden Tag anzutun?

Ich hab´s dann einfach vermieden Nachrichten zu hören oder sie anzuschauen. Ja sicher, ich kann nicht mehr neunmalklug mitreden wenn es um das Weltgeschehen geht und ganz oft kommt es vor, dass ich Sätze höre wie: „Ja hast Du denn nicht mitbekommen, dass…!?“ Nein, sorry aber ich schaue keine Nachrichten mehr. Natürlich kann man mir jetzt vorwerfen, dass ich mich der Realität entziehe und ein wenig ist das sicher auch so aber ich habe mir irgendwann auch die Frage nach dem Sinn gestellt. Es werden doch täglich nur noch mehr Ängste geschürt. Wann ist es denn für uns normal geworden sich das jeden Tag anzutun?

Was bringt es mir denn persönlich wenn ich weiß, dass auf der A45 jemand von der Autobahnbrücke gesprungen ist? Oder wenn mir auf allen Kanälen entgegen geschrien wird, dass ein Vater alle seine Kinder im Keller gehalten und missbraucht hat? Ja, es ist schrecklich aber es bringt mir nichts außer Leid. Ich kann es nicht mal positiv beeinflussen! Es bringt nur Leid. Uns allen.
Ich frage mich manchmal wie die Medien berichten würden, wenn die Menschen das ganze Leid nicht mehr wie einen nassen Schwamm aufsaugen würden. Denn letzten Endes sind auch die Nachrichten nur eine Sache von Angebot und Nachfrage.

Wie würde unsere Welt wohl aussehen, wenn wir unseren Fokus auf das Positive anstatt auf das Negative legen würden?

Es gibt sie ja tatsächlich, die Guten Dinge im Leben. Sie passieren täglich aber kaum einer spricht darüber.
Statt dessen reden wir über all den Hass und die Gewalt. Wir reden darüber wie der Nachbar schon wieder aussieht und daß er weder sich noch seinen Garten im Griff hat. Wir reden nicht nur über unsere Krankheiten, sondern nehmen auch noch die der Anderen im Detail auseinander. Warum?
Wie würde unsere Welt wohl aussehen, wenn wir unseren Fokus auf das Positive anstatt auf das Negative legen würden?

Frieden in der Welt wird es erst dann geben, wenn wir endlich Frieden in uns selbst finden. Jeder Einzelne von uns. Aber Frieden kann ich nur in mir finden wenn ich mich selbst schütze und ganz bewußt schaue, was all diese Informationen mit mir machen. Ich für mich habe entschieden, dass ich für manche Informationen oder Gespräche einfach nicht mehr zur Verfügung stehe. Natürlich habe auch ich das Bedürfnis die Welt zu verändern aber das geht nur begrenzt. Gerade auf die großen Katastrophen haben wir meist keinen Einfluß. Wir können die Welt nur im Rahmen unserer Möglichkeiten verändern. In unserem Umfeld und mit Frieden im Herzen. Dann ist doch allen schon gedient.

 

P.S.: Die kleine Möve im Bild habe ich vor einigen Jahren in Holland fotografiert. Sie konnte fliegen und sich ganz normal bewegen, es schien ihr so weit gut zu gehen.

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