Mindset

Junge, bin ich alt geworden

Das war es was ich dachte als ich neulich meine eigene Insta-Story anschaute. Müde und angestrengt seh ich aus und irgendwie hängen nicht nur die Schlupflieder mehr als noch vor ein paar Jahren. Naja, ich werde dieses Jahr 45. Da brauch ich mir nichts vor machen. Da sieht man halt auch nicht mehr aus wie 18.
Wobei, wenn ich dran zurück denke, dann möchte ich auch keine 18 mehr sein. Die Rast- und Ruhelosigkeit, die permanente Unsicherheit Anderen gegenüber….ich will nicht sagen dass es komplett weg ist aber es ist anders. Ich fühle mich endlich angekommen. Noch nicht in mir selbst aber in meiner eigenen Familie. Die Rast- und Ruhelosigkeit hat sich verändert und was andere über mich denken geht mir immer mehr am Wertesten vorbei. Wem muss ich denn auch noch etwas vor machen? Und wofür eigentlich?

Als würde das Leben mir sagen wollen: „Da! Schau genau hin!“

Und dann treffe ich immer mehr Frauen, die auf der Suche nach ihrer eigenen Natur bei sich angekommen sind. Die ihre grauen Haare nicht mehr färben, die selbstbewußt zu jeder Falte in ihrem Gesicht stehen und deren Ausstrahlung einen regelrecht umhaut. Als würde das Leben mir sagen wollen: „Da! Schau genau hin!“ Ganz oft sind es reifere Frauen mit richtig schönen grauen Haaren. Sie strahlen von innen und haben offensichtlich ihren Platz gefunden. In sich und um sich herum.
Diese Frauen haben mich in den letzten Jahren immer mehr inspiriert und die Idee zurück zur (eigenen) Natur zu streben gefällt mir immer besser.
Endlich ankommen! In sich. Mit sich. Mit all den Macken, Falten, Dellen und den kleinen Unperfektheiten die uns ausmachen. Mit dem Restbauch der ein Kind in sich getragen hat. Mit jedem grauen Haar, das endlich da sein darf. Weil es der Lauf der Zeit ist, weil es nun mal dazu gehört.
Wem soll ich noch etwas vor machen? Und wofür eigentlich? Macht es mich liebenswerter wenn ich jünger aussehe als ich es bin? Macht es mich attraktiver wenn ich mit Make-up vertusche was bei näherem Hinsehen eigentlich gar nicht zu vertuschen ist? Bin ich dann besser? Schöner? Anerkannter?

Ich muss niemandem was vor machen und am wenigsten mir selbst

Ich muss niemandem was vor machen und am wenigsten mir selbst. Also mache ich mich auf den Weg zu mir. Lasse es zu. Lasse es sein. Das Färben und Spachteln, sämtliche Optimierungen und alles was sie uns glauben machen, was wichtig und richtig sei.
Versuche statt dessen nach innen zu gehen. Mich zu finden und inne zu halten. Zu entspannen. Um mein Licht zu finden und von innen zu leuchten. Weil es das ist was schön macht und das ist was wirklich wir sind. Um damit anderen Frauen die „Erlaubnis“ zu geben das Gleiche zu tun, so wie es die vielen schönen und authentischen Frauen um mich herum auch getan haben.
Danke dafür – ich bin auf dem Weg.

 

P.S.: Fee, die Dame auf dem Bild gehört übrigens auch zu diesen wunderbaren Frauen!

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