Mindset

Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern

Konfuzius sagte einst: „Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern.“ Das ist ziemlich schlau.
Dinge verändern sich. Umstände verändern sich. Das ganze Leben scheint sich von Tag zu Tag zu verändern. Wie können wir da glauben, dass wir unser ganzes Leben lang gleich bleiben können? Ich finde den Gedanken nicht nur irrsinnig, sondern auch ziemlich widersprüchlich. Natürlich können wir bleiben wie wir sind. Die Frage ist, ob es  wir es uns dann nicht unnötig schwer machen?

Mein Fokus lag immer im Außen und ich traute mich nur selten einen Blick in mein Inneres zu werfen

Wenn ich zurückblicke, dann hat sich mein Leben in den letzten acht Jahren mal eben um 180 Grad gedreht. Damals ging es im Prinzip nur um mich und mein persönliches Glück und Verantwortung mußt ich nur für mich und mein Leben übernehmen. Mein Optimismus war mitreißend und wenn ich etwas wollte, dann machte ich es irgendwie möglich. Lief etwas mal nicht so wie ich mir das erhofft, dann verhielt ich mich wie ein kleines nöliges Kind. Meine schlechte Laune-Löcher stopfte ich mit neuer Kleidung und später dann mit Wohnungs-Kram. Ich wollte niemals heiraten und Kinder sowieso nicht. Vielleicht war mir damals aber auch schon unbewußt klar, dass mein inneres Kind noch so verletzt war, dass so eine kleine Seele bei mir überhaupt keinen Raum gehabt hätte. Das Leben war eine große Spielwiese und mein Fokus lag immer im Außen und ich traute mich nur selten einen Blick in mein Inneres zu werfen. Im Prinzip war ich ein großes Kind.

Es gibt wohl so etwas wie eine natürlich Selektion auf dem Weg zu mir selbst

Dann kam ein Burnout und blieb für ganze sieben Jahre. Mein Leben war geprägt von Ängsten, Zwängen, Schwindel, Schwäche, Dunkelheit und der Notwendigkeit zu funktionieren. Es gab Tage an denen traute ich mich nicht mal Auto zu fahren, weil ich dachte ich werde ohnmächtig. Mit einem leeren Brunnen aus dem ich nicht mehr schöpfen konnte, wechselte ich meinen Job und übernahm noch mehr Verantwortung aber irgendwie ging auch das. Ich holte mir Hilfe und begann eine Psychotherapie die nur an der Oberfläche kratzte. Wirkliche Linderung fand ich dann bei einem Coach und in der Ausbildung zum Coach selbst. Ich lernte nach mir zu schauen. Meinen Wünschen und Bedürfnissen Raum zu geben und nicht die Anderen an erste Stelle zu stellen. Und verlor viele Freunde. Es gibt wohl so etwas wie eine natürlich Selektion auf dem Weg zu mir selbst. Ich veränderte mich in dieser Zeit enorm – das Leben drängte mich dazu.

Mit meinem scheinbar neuen Selbstbewusstsein stürzte ich mich in mein neues Leben und stieß mir die Hörner ab. Eigentlich viel zu spät aber egal. Damals dachte ich noch, all die Männer könnten mir Nähe geben und die Bestätigung, dass ich gut so bin wie ich bin. Letzten Endes war ich schon wieder im Außen und dabei dachte ich, ich hätte das Leben verstanden.

Und es scheint als würde in jeder Verletzung unendlich viel Weisheit liegen

Dann fand ich meinen Seelenverwandten. Ich machte mich selbständig und war plötzlich Ehefrau und Mutter und all das in sehr kurzer Zeit. Das Leben schenkte mir Themen wie Verantwortung und Familie. Bedingungslose Liebe und Zusammenhalt. Und ich war rettungslos überfordert. Aber auch dankbar. Dankbar für alles was ich lernen durfte. Für jede neue Sicht auf die Dinge. Für das Gefühl endlich angekommen zu sein. Und ich veränderte mich. Schon wieder.

Und so geht meine Reise auf dem Weg zu mir weiter. Durch meine eigene Familie entdecke ich viele alte Verletzungen und jetzt überflüssige Muster. Ich lerne mich endlich richtig kennen, höre auf meine Emotionen und heile alte Wunden. Dass das nicht immer schön ist, ist mal klar. Ich gehe durch Höhen und Tiefen und es scheint als würde in jeder Verletzung unendlich viel Weisheit liegen. Ist das nicht toll? Denn bezogen auf meinen letzten Blogpost bedeutet das, dass es mir nach der zweiten Cranio (mit einem kurzen Zwischenfall) einfach nur gut geht. Keine Ängste, keine Sorgen, keine Traurigkeit. Ich hab gerade einfach nur Freude am Leben und bin echt unfassbar dankbar – auch für diese zwei besonderen Frauen, die mit mir da durch gegangen sind.

Mir scheint täglich die Sonne aus dem Hintern.“ – Said no one ever!

Mal ehrlich, „Mir scheint täglich die Sonne aus dem Hintern.“ – Said no one ever! Und das muß auch gar nicht sein. Wir alle dürfen schlechte Tage haben und wir alle müssen hin und wieder durch Täler durch. Denn wir alle haben so die Chance den alten Mist hinter uns zu lassen. Denn all diese Täler sind nur Momentaufnahmen und ein wunderbarer Weg zur Freude. Und nicht zuletzt zur Veränderung.

Auf Deinem Weg wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Werden Freunde kommen und gehen. Erfahrungsgemäß bleibt „der harte Kern“. Das sind die Menschen die Dich lieben obwohl Du bist wie Du bist. Oder vielleicht gerade deshalb. Und das ist auch gut so. Denn so kannst Du sicher sein, dass immer die richtigen Menschen an Deiner Seite sind. Nämlich die, die Dir den Raum geben für Wachstum und Veränderung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefunden bei Pinterest und ich finde es gilt auch für Männer.

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  • Ann
    13. März 2018 at 6:31

    Neue Nicole…..
    Willkommen im wahren, fühlbaren und bewusst gelebten Leben
    Die Lizenz zum Glücklichsein
    DANKE, DASS ES DICH GIBT

    • Nicole
      13. März 2018 at 7:09

      Ach Ann, danke dass es Dich gibt. Dich und Deine wunderbare Arbeit!

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