Mindset

Mood of the day: unkreativ und leer

Es ist Montag. Ich sitze vor dem Rechner und arbeite ab. Ohne Pause. Mittlerweile kriege ich mich beruflich und privat nur noch mit Evernote organisiert, das gibt mir zumindest ein gewisses Gefühl der Sicherheit. In meinem Browser sind so viele Tabs geöffnet wie in meinem Gehirn und ich könnte mich gerade mal in die nächste Maschine setzen und weg fliegen. Ich bin leer. Und ich habe keinen Schimmer was ich morgen auf Enie M. veröffentlichen soll, denn alle meine Vorräte sind aufgebraucht.

Als ich Enie M. online stellte, hatte ich um die acht bis zehn Blog-Einträge aus denen ich schöpfen konnte und es kamen immer mehr dazu. Nun sind sie leer und ich bin ratlos. Ratlos wie so etwas passieren konnte. Alles was ich bisher veröffentlicht hatte, sprudelte aus mir heraus. Ich hatte immer das Bedürfnis es aufzuschreiben und nie die Not. Es gibt keinen strategischen Themenplan und ich überlege auch nicht, worüber ich gerade mal schreiben könnte. Es war einfach da.

Aber so richtig wundert es mich natürlich nicht. Seit Tagen verschleppe ich eine Erkältung, beruflich gibt es gerade (Gott sei Dank!) viel zu tun und privat ist auch einiges los. Finn ist 4 1/2 , und das Leben drängt uns alle zum Wachstum. Aneinander und miteinander. Das kann einen schon mal kurzatmig machen. Und alle die Kinder haben wissen: es gibt von Montag bis Sonntag eigentlich nie wirklich eine Auszeit. Denn wenn Finn bei Omi ist – die (Gott sei Dank!) unter uns wohnt, dann ist da noch eine Wohnung die ab und an mal geputzt werden muß oder andere Dinge die geregelt werden sollten. Es gibt keine Auszeit wenn man sie sich nicht einfach nimmt und ich habe mir keine genommen.

Die Kreativität kommt nicht zu den Gehetzten

Jetzt habe ich die Quittung, sitze erkältet im Büro, friere wie ein Schneider und habe das, was ich Anderen so gerne predige mal wieder nicht umgesetzt. Ich war mir nicht wichtig genug. Mal wieder.

Das ist gleich aus zwei Gründen ein echtes Problem:

  1. Die Kreativität kommt nicht zu den Gehetzten. Das macht die nicht. Da hat die einfach keinen Bock drauf und das kann ich auch vollkommen verstehen! „Wenn Du Dir keine Zeit für mich nimmst, dann schenke ich Dir auch keine kreativen Momente.“ Da ist die voll die Diva – zu Recht!
  2. Wenn ich mich nicht wichtig genug nehme und nicht auf mich achte, dann funktioniert das nur eine begrenzte Zeit. Denn irgendwann bremst mich mein Körper aus und ermahnt mich mal einen gang runter zu schalten.

Beide Punkte zusammen genommen, sorgen dann dafür, dass ich weder produktiv, noch kreativ oder sonst irgendwas bin – außer müde, fertig und unleidlich. So wie jetzt. Und nu muß ich irgendwie noch die Kurve kriegen und wie immer positiv enden, bin aber nicht sicher ob mir das gelingt.

Ich glaube nein.

Oder doch.

Der nächste Blog-Eintrag ist fertig und ich habe es in dem ganzen Chaos der letzten Tage endlich mal geschafft zu reflektieren wie es mir geht. Das nenne ich mal nen Anfang. Ich packe jetzt meine Sachen, fahre heim und tue mir etwas Gutes. Dann werde ich meine Akkus aufladen und der Kreativität den roten Teppich ausrollen. Sie fehlt mir doch sehr.

 

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