Mindset

Warum sich manche Menschen ernsthaft um mich sorgen

Es gibt ja Menschen die glauben, ich stecke seit Enie M. in einer Dauerdepression oder so was. Die sich plötzlich wahnsinnige Gedanken und Sorgen um mich machen und glauben mein Leben wäre ein einziges Leid. Euch, die offensichtlich weder mich noch den Blog verstanden haben, widme ich diesen Blogpost.

Wir befinden uns soeben  im Sommerurlaub in Griechenland und das ist meine momentane „Arbeitsumgebung“. Übrigens auch die meines Mannes. Ja, wir sind im Urlaub und ja, wir arbeiten auch. Es ginge auch mal zehn Tage ohne – keine Frage aber weil es uns Freude macht und weil wir es genießen können in solch einer Umgebung zu arbeiten, tun wir es trotzdem. Und allen sorgenvollen Gesichtern kann ich versichern: es ist wirklich okay!

Es ist noch gar nicht lange her da hörte ich, dass mein Leben wohl doch nicht so schön ist wie ich es Andere immer glauben lassen wolle und dass ich ja doch ziemliche Probleme hätte.

Aber zurück zu meiner vermeintlich misslichen Lage. Es ist noch gar nicht lange her da hörte ich, dass mein Leben wohl doch nicht so schön ist wie ich es Andere immer glauben lassen wolle und dass ich ja doch ziemliche Probleme hätte. Man wäre besorgt um mich und würde sich ernsthaft Gedanken machen und ich sollte doch einfach mal leben.

Aha.

Fakt ist doch, dass wir in so einem Leben alle unser Päckchen zu tragen haben und es einige Möglichkeiten gibt damit umzugehen.

Möglichkeit 1: Verdrängen. Funktioniert bei mir nicht weil sich alle meine Themen, entweder bei mir oder bei meinen Männern, auch sofort körperlich zeigen und ich quasi gezwungen werde an mir zu arbeiten. Macht ja Sinn, wenn es mir oder uns allen schnell auch wieder körperlich gut gehen soll.

Möglichkeit 2: Anschauen, Bearbeiten, Abhaken. Funktioniert für mich ganz gut und ist ziemlich effektiv. Klar, verdrängen wäre einfacher und weniger aufwändig, klappt aber (siehe 1) leider nicht.

Möglichkeit 3: Einfach leben. Mh. Auf dieser Empfehlung habe ich schon oft drauf rum gedacht, kann aber leider nicht so recht was damit anfangen. Einfach leben funktioniert doch nur mit 1, oder? Kann man seine Päckchen oder Aufgaben einfach so ablegen und einfach leben? Weiß nicht wie es Euch geht, aber meine sind sehr renitent (siehe 1), funktioniert also für mich nicht.

Möglichkeit 4: Sich nicht so viele Gedanken machen. Hat, glaube ich, etwas mit 1 und 3 zu tun. Das Ding ist, ich stehe ja nicht morgens auf und mache mir Gedanken worüber ich heute mal wieder nachdenken könnte. Aufgaben begegnen einem ja für gewöhnlich irgendwann sowieso, da braucht man sich ja nicht noch mehr Stress machen – finde ich.

Vermutlich kommt jetzt gleich die nächste Frage: wieso ich denn meine immer besser sein zu müssen.

Long story short: Für mich, Nicole Müller, geht nur 2 und ich habe ein prima Leben trotz Aufgaben. Weil ich irgendwann verstanden habe wieso wir sie bekommen und wie ich am besten damit umgehen kann um mich ein Stück weiter zu entwickeln. Um quasi die beste Version von mir selbst zu werden.

Vermutlich kommt jetzt gleich die nächste Frage: wieso ich denn meine immer besser sein zu müssen. Das beantworte ich gerne gleich mit.

Ich glaube, und das ist meine ganz persönliche Meinung, dass wir alle, ab dem Moment in dem wir im Mutterlaib sind, geprägt werden. Diese Prägungen ziehen sich dann durch unser Leben. Wir werden von unseren Eltern oder Großeltern geprägt, im Kindergarten, von den Lehrern und Mitschülern von Freunden und Partnern. Wir nehmen Gedanken, Meinungen und Verhaltensweisen an und machen sie zu unseren. Letzten Endes sind wir irgendwann so weit von unserem eigenen Ich entfernt, dass wir an einen Punkt kommen, an dem das Leben uns dazu zwingt den eigenen Kern frei zu legen und zu schauen wer wir wirklich sind.

Denn letzten Endes müssen wir eine Haut nach der anderen wieder ablegen um an unseren wahren Kern zu kommen und zu erkennen wer wir wirklich sind.

Das ist aber nicht an einem Tag getan. Das ist Arbeit und ich vergleiche es gerne mit Zwiebeln schälen. Denn letzten Endes müssen wir eine Haut nach der anderen wieder ablegen um an unseren wahren Kern zu kommen und zu erkennen wer wir wirklich sind. Und das ist immer die beste Version von uns selbst.

Wir alle haben die Wahl. Willst Du mit Tränen in den Augen Zwiebeln schälen und die beste Version von Dir selbst werden? Oder lässt Du sie lieber ungeschält, sparst Dir die Tränen und lässt alles beim Alten?

Und um den Kreis zu schließen: Unser Urlaub begann ziemlich holprig mit einigen Aufgaben. Um so schöner, dass wir sie lösen konnten und sie nicht einfach zur Seite geschoben haben – sie hätten uns ohnehin wieder eingeholt. Und gerade im Moment scheint mir echt die Sonne aus dem Hintern, denn ich befinde mich auf Chalkidiki mitten im Paradies und bin unendlich dankbar hier sein zu dürfen. Ich kann nicht sagen, dass ich schon die beste Version von mir selbst bin aber ich bin ein kleines Bisschen besser als gestern. Und das ist doch auch schon mal was.

 

 

 

 

 

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